Der Name Langhanki
ist im allgemeinen Wortschatz nicht gerade üblich.
Ich erkläre bei Nachfragen gerne, dass es sich um
einen finnischen Namen handelt. Leider konnte ich
keine Langhanki in Finnland finden.
Bei Verwandten ist
es öfter vorgekommen, dass der Name als Spitzname
gewertet wurde und so wurde gefragt: "Langhanki,
wie heißt Du eigentlich wirklich?"
Der Spitzenahn in
Reimerswalde, Kreis Heilsberg hieß Langhans oder
Langhanss. Also leitet sich Langhanki vom Vornamen
Hans oder Johannes ab mit dem Bei- oder Spitznamen
Lang. Und so beschreibt es auch Dr. Adolf Poschmann
in "Unsere ermländischen Familiennamen":
"Wie überall, gab es im 15.
Jahrhundert auch in Rößel sehr viele Hansen, so
dass man sie unterscheiden mußte:
Großjohann, Kleinhans (wahrscheinlich Vater und Sohn
in einer Werkstatt),
Junghans und Langhans,
Schönjohann und Stamerhans, unter ihnen mehrere
Bürgermeister und Ratmänner. [...]
Für hohen Wuchs brauchte man Lange im Gegensatz zu
Kurze; später begnügte man sich mit Lange, Groß
und Klein ohne weiteren Zusatz. Erhalten haben sich
Langhans und Langhanke (Langhanky),[...]."
Im 18. Jh. ist der
Name Lang(h)an(n)ig(k) im Ermland bereits sehr
verbreitet (vergleiche hier). Die Schreibweise ist
vielfältig und änderte sich gegen 1800 in
Langhanki, Langanki. Bei vielen Namensträgern
verschleißt sich das H in der Mitte.
Die Namensträger
Langan(c)ke sind evangelisch und finden sich
zahlreich in Bartenstein, Pr. Eylau und Königsberg
Stadt. Lang(h)anki steht für die katholischen
Namensträger. Diese sind in den Kreisen Heilsberg
und Rößel zu finden. Langhanky ist wahrscheinlich
die polnisierte Form.